Dienstag, 19. Juni 2018

SSV lässt in der Regionalliga Federn

Beim wohl außergewöhnlichsten Wettkampf der Saison fehlte es den Forchheimern am berüchtigten letzten Punch. Schließlich reisten sie mit einem zehnten Platz unter den 15 Teams zurück vom Mannschaftswettkampf im schwäbischen Lauingen.

Als ersten Teil des dritten Ligarennens mussten die Regionalligisten einen Swim&Run geschlossen im Team absolvieren. Hierzu wurden die Teams im 60-Sekunden-Abstand auf die 850 Meter lange Schwimm- und drei Kilometer lange Laufstrecke rund um den Auwaldsee geschickt. Während das Teamschwimmen noch gut gelang und man beim Wechsel in die Laufschuhe noch auf Rang sechs lag, büßte man auf der Laufstrecke noch zwei Plätze ein. Nach 23:55 Minuten war der Vormittagspart für die Forchheimer erledigt.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause zogen die Triathleten am Nachmittag in die Innenstadt um. Der Mannschaftsstart am Rathausplatz zu den 24,5 Kilometern Radeln und 2,4 Kilometern Laufen erfolgte mit der Zeitdifferenz vom Vormittag. Zunächst waren Andreas Kalb, Florian Loos, Andreas Maiwald, Frank Müller und Michael Stirnweiß noch optimistisch, den zehnsekündigen Rückstand auf das besserplatzierte Tri-Team Frankenalb zufahren zu können. Doch das gelang dem mit im Schnitt 37 Jahren deutlich ältestem Team an diesem Tag nicht. Stattdessen wurde man in der vierten von sechs Runden von der TSG Roth überholt. Diese konnte man zwar kurz darauf zurücküberholen. Doch dem erneuten Angriff kurz vor der Wechselzone hatte man nichts mehr entgegen zu setzen.

So ging man als neuntes Team auf die vier mal 600-Meter-Laufrunde im Lauinger Stadtzentrum. Da einigen Forchheimern Krämpfe und Seitenstechen drohten, wurde schnell klar, dass das Ziel sein muss, den neuten Platz zu verteidigen. Jeder war aufgrund kleiner Probleme jedoch so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass es nicht gelang, den Schwächsten im Team zu ziehen und zu schieben. Genau darauf kommt es in einem Teamrennen jedoch an. Der RSC Kempten und Post SV Tria Nürnberg machten es den Forchheimern vor und konnte diese auf den letzten Metern noch überholen. Glücklicherweise profitierten die SSVler von der Disqualifikation der Ingolstädter und so stand letztlich mit dem zehnten Platz abermals ein Rang im mittleren Drittel zu Buche.


In der Tabelle verlieren die Forchheimer einen Platz und rangieren nun an siebter Stelle. Beim nächsten Wettkampf am 22. Juli in Schongau über die olympische Distanz (1,5 – 40 – 10 km) wollen es die SSVler wieder besser machen.

SSV umrahmt die 2. Bundesliga

Mit einem ersten Platz bei den Damen und einem 13. Platz bei den Herren absolvieren die beiden ersten Teams des SSV Forchheim ihr zweites Triathlonrennen in der 2. Bundesliga Süd am Rothsee.


Für die Damen hätte es besser nicht laufen können, denn keine andere Mannschaft der gesamt acht Damenteams starken 2. Bundesliga Süd konnten Lena Gottwald (gesamt 3.), Hanna Krauß (gesamt 6.), Juliane Gärtner (gesamt 13.) und Vera Krammel (gesamt 26.) die Stirn bieten. Die Schwimmspezialistin Krauß absolvierte als erste die 750 Meter lange Schwimmstrecke im Rothsee mit einem Abstand von fast 30 Sekunden zu ihren Verfolgerinnen. Auf dem Rad schlug die Stunde von Lena Gottwald, die hier ihre berüchtigte Aufholjagd auf der 20 Kilometer langen Strecke startete und dabei als erste in die Laufschuhe wechseln konnte. Krauß konnte dem hohen Tempo nicht folgen und musste sich aufgrund der Hitze und einer intensiven Laufeinheit im Vorfeld des Rennens in die erste Verfolgergruppe um Mannschaftsführerin Gärtner zurückfallen lassen. Diese zeigte bei ihrem Bundesligadebüt nach einer verletzungsbedingten Laufpause eine mehr als zufriedenstellende Leistung. Auch Krammel fand nach einem unruhigen Schwimmen und einem anstrengenden Radfahren bei ihrem zweiten Start in dieser Liga besser in den Wettkampf und komplementierte das Damenteam. Am Ende musste sich Gottwald nur noch von zwei Starterinnen geschlagen geben und auch Krauß konnte mit der achtschnellsten Laufzeit auf der fünf Kilometer langen Strecke das Rennen halbwegs versöhnlich beenden.


Das Herrenteam, vertreten durch Manuel Heilmann (39. Platz), Christoph Prem (49.), Teamkapitän Steffen Lotter (56.) und Matthias Türk (47.) wurde erneut vom Pech verfolgt. Wie bereits im ersten Rennen in Darmstadt sorgte ein Sturz für den wiederholt letzten Platz in der 13 Team starken 2. BL Süd der Herren. Während das Schwimmen bei allen vier SSV Startern gut verlief und sie gemeinsam das Wasser verließen, sorgte ein schneller Wechsel von Heilmann und Prem aufs Rad für die entscheidenden Sekunden, um noch die zweite Radgruppe zu erwischen. Lotter und Türk mussten sich in der darauffolgenden Gruppe auf die Aufholjagd begeben. In der zweiten von drei Radrunden passierte dass das Unglück; erneut unverschuldet wurde Prem in einen Radsturz verwickelt, der dazu führte, dass er das Rennen bis zum Wechsel in die Laufschuhe weitestgehend alleine gegen dem Wind am Ende des Feldes bestreiten musste. Gepackt vom Ehrgeiz wandelte er die Aggression in die schnellste Laufzeit des Teams um. Das fehlende Lauftraining bei Heilmann, der verletzungsbedingt mehrere Monate in dieser Disziplin pausieren musste und Atembeschwerden bei Türk ließen sie nach starken Radsplits hinter ihren Erwartungen bleiben. Lediglich bei Lotter verlief das Rennen, im Speziellen das Schwimmen, besser als als der Auftakt in Darmstadt.
 


Mit diesem Ergebnis schrauben sich die SSV - Mädels auf einen grandiosen zweiten Tabellenplatz hoch, hingegen hält das Herrenteam die rote Laterne weiterhin inne. Nächster Stopp im Ligazirkus ist für beide Teams das Bundesligarennen in Mühlacker am 22.7.18.

Montag, 18. Juni 2018

SSVler mit Kämpferherz


In der Bayernliga musste eine Rumpftruppe aus 3 Mann bestehend aus Chris Dels, Wolfgang Gößwein und Martin Schulz die Kurzdistanz in Erding bestreiten.
Das Schwimmen fand im Kronthaler Weiher mit zwei Runden a 750m und einen dazwischen liegenden Landgang von 200m statt.
Der Schwimmstart als Landstart mit 160 Teilnehmern ausgeführt, verlief für die Forchheimer im Rahmen ihrer Möglichkeiten; Dels suchte das Getümmel im vorderen Feld während Gößwein und Schulz an der Seite das ruhigere Fahrwasser bevorzugten. Beim 200m langen Landgang konnte Dels einige Plätze gutmachen, Gößwein und Schulz hielten ihre Plätze. In die Wechselzone kam Dels als 14. Bayernliga-Starter, eine für ihn sehr gute Platzierung, die er als starker Radfahrer auch gleich verbessern konnte. Letzendlich fuhr er mit nur 58:25 auf 41,5km auf den 3.Platz vor, den er auch im Laufen (10km in 33:18) halten konnte. In der Bayernliga bedeutete dies einen hervorragenden 3.Platz. (1:58:38)
Gößwein hielt sich beim Schwimmen aus den Kämpfen raus und konnte nach 27:23 als 35. den langen Weg in die Wechselzone antreten. Als einer von wenigen Athleten nicht mit dem Traithlon- sondern mit dem Rennrad unterwegs, war für ihn der 37er kmh-Schnitt aller Ehren wert. Dennoch verlor er mit einer Radzeit von 1:07:50 etliche Plätze, sodass er als 48. seine Aufholjagd per Pedes starten musste. Dies tat er auch mit der 31.Laufzeit (39:45), sodass er als 38. in der Bayernliga ins Ziel lief. Dies war mit 2:17:50 im Gesamtfeld der 430 männlichen Starter der 79.Platz und in der AK50 der Bayerische Vizemeister-Titel.
Für Schulz verlief der Tag nicht nach Wunsch: Schwimmen geriet aufgrund der fehlenden Trainingskilometer im Wasser mit 32:32 noch erwartungsgemäß. Radfahren mit 1:07:30 war dann aber schon unter seinen Möglichkeiten, da er Probleme im Oberschenkel bekam. Im Laufen trieb ihn dann nur noch der Wille an und das Wissen finishen zu müssen, um ein Ergebnis für die Mannschaft zu haben. So kämpfte er sich mit 47:05 ins Ziel und wurde 56. in der Liga.
Letztendlich war das der 12.Platz für die Mannschaft bei 15 gestarteten Teams. Zu Platz 11 fehlte nur eine Platzziffer und zu Platz 10 gerade mal 3.

Ergebnisse im Detail:
Chris Dels 3.Platz Bayernliga, 5.Gesamt, 3. AK35 in 1:58:38 (24:39/58:25/33:18)
Wolfgang Gößwein 38.Platz Bayernliga, 79.Gesamt, 2. AK50 (27:23/1:07:50/39:45)
Martin Schulz 55.Platz Bayernliga, 207.Gesamt, 21. AK45 (32:32/1:07:30/47:05)

Mittwoch, 13. Juni 2018

Generalprobe für Challenge Roth erfolgreich absolviert

Marion Rossa-Schuster vom SSV Forchheim, die sich derzeit auf ihre erste Triathlon-Langdistanz beim Challenge Roth am 01. Juli 2018 vorbereitet, ging am 03. Juni beim ironman 70.3 im Kraichgau an den Start. Der Kraichgau – das ist zwischen Rhein und Neckar sanft eingebettet in sonnige, freundliche Wiesen und Wälder: Das „Land der 1000 Hügel“.
Zunächst galt es 1,9km im Hardtsee bei Ubstadt-Weiher zu schwimmen. Danach stand die 90km lange Radstrecke durch den Kraichgau auf dem Plan. 1000 Hügel standen zur Auswahl, mindestens 10 Berge und Hügel von den 1000 hatten die Organisatoren in den durchaus anspruchsvollen Radkurs gepackt. Abschließend musste noch ein Halbmarathon (21,1km) auf einem 7-km-Rundkurs gelaufen werden.
Rossa-Schuster, das erste Mal bei einer ironman-Veranstaltung am Start,  hatte sich am Tag vor dem Wettkampf ein Bild von der hügeligen Radstrecke mit rund 900 Höhenmeter verschafft. Ebenso mussten bereits am Samstag Startunterlagen abgeholt, Rad- und Laufbeutel abgegeben und das Rad in der Wechselzone eingecheckt werden.
Nervös stand Rossa-Schuster am Sonntag an der Startlinie. Es war ein rollender Schwimmstart - kein Massenstart. Für Rossa-Schuster – eine eher langsame Schwimmerin – von Vorteil. Alle vier Sekunden wurden vier Starter, die sich entsprechend ihrer zu erwartenden Schwimmzeit positioniert hatten, ins Wasser geschickt. Um kurz vor 10 Uhr war Rossa-Schuster schließlich an der Reihe. Das Schwimmen im 23,5 Grad warmen Hardtsee gestaltete sich als angenehm. Es fand nicht, wie sonst bei anderen Veranstaltungen, das übliche Hauen und Stechen auf den ersten paar hundert Metern statt. Sie fand relativ schnell ihren individuellen Rhythmus und konnte nach 41 min das Wasser verlassen, für sie persönlich eine neue Bestzeit.


Vor dem hügeligen Radkurs hatte Rossa-Schuster ziemlichen Respekt und ging die ersten Anstiege zunächst verhalten an. Bei km 35 mitten in Gochsheim kam dann ein 13%-Anstieg, der jedoch dank der Anfeuerungsrufe der zahlreichen Zuschauer relativ schnell bewältigt war. Auch der restliche Teil der Strecke ging wie im Flug vorüber, bergauf quälte man sich, bergab konnte man es richtig gut laufen lassen und sich wieder erholen. Nach einer Gesamtzeit von 4 Stunden kam Rossa-Schuster in die 2. Wechselzone und nach weiteren 5 Minuten auf die Laufstrecke in Bad Schönborn.
Um 14 Uhr bei mittlerweile knapp 30 Grad kam der schwierigste Teil des Wettkampfes. Das Laufen auf dem 7km-langen Rundkurs, der 3 Mal zu absolvieren war und zum großen Teil in der Sonne lag. Zunächst  fiel es Rossa-Schuster schwer, das eigene, individuelle Tempo zu finden. Aber dank der vielen Wasser- und Verpflegungsstationen sowie der zahlreich gereichten Wasserschwämme konnte sie trotz der Hitze nach insgesamt 6:13h erfolgreich das Ziel ihres ersten ironman 70.3 erreichen. Ihr selbstgestecktes Ziel, unter 6:15h zu bleiben, hatte sie damit erreicht. Von 64 gemeldeten Teilnehmerinnen in ihrer Altersklasse W50 konnte sie sich auf einem guten 33. Platz positionieren, womit sie hoch zufrieden war. 

Nach dieser gelungenen Generalprobe blickt sie nun gespannt, aber zuversichtlich auf ihren Saison-Höhepunkt am 1. Juli – die Challenge Roth über 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,2km Laufen.

Dienstag, 12. Juni 2018

Forchheimer Triathleten klettern in der Regionalligatabelle

Beim zweiten Saisonwettkampf präsentiert sich das Forchheim Regionalligateam in guter Form. Beim Sprintwettkampf im oberfränkischen Trebgast über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen standen neben Kapitän Frank Müller Andreas Kalb, Andreas Maiwald, Michael Stirnweiß und Matthias Türk an der Startlinie.



Die Auftaktdisziplin lief für die Forchheimer schon gut.  Im dicht gedrängten Feld der 75 Starter wechselten Kalb als Neunter und Türk als 21. in hervorragender Ausgangslage auf’s Velo. Müller und Maiwald konnten sich im Mittelfeld behaupten. Stirnweiß als 59. aus dem Wasser war erwartungsgemäß auf ein hartes Anfahren angewiesen. Ihm fehlte jedoch die Tagesform um die Lücke zum Mittelfeld gleich schließen zu können.


Türk hingegen spielte seinen Trumpf aus und machte mächtig Druck. Mit der sechstbesten Radzeit des Tages gelang es ihm zur ersten Verfolgergruppe, in der sich auch Kalb befand, aufzuschließen und als 11. in die Laufschuhe zu wechseln. Müller und Maiwald verhielten sich taktisch klug und hielten ihre Radgruppe souverän. Die Lücke zu Stirnweiß war indes auf über zwei Minuten angewachsen.

Bei den abschließenden drei Laufrunden um den Trebgaster Badesee musste Türk zwar noch wenige Konkurrenten vorbeiziehen lassen. Seine steigende Laufform bescherte ihm jedoch noch den 18. Rang (Swim 11:34/Bike 27:22/Run 16:22/Gesamt 56:13 Minuten). Kalb sicherte nach solidem Lauf seinem Team den 27. Rang (10:57/28:03/17:19/57:17). Ordentliche Leistungen zu Fuß legten auch Müller und Maiwald hin. Sie wurden 35. (Müller, 11:49/28:14/17:02/58:01) bzw. 38. (Maiwald, 12:08/27:45/17:17/58:12). Stirnweiß überquerte schließlich als 54. die Ziellinie (13:17/29:06/16:57/1:00:21).


Das tolle Teamergebnis brachte den SSVlern den sechsten Platz in der Tageswertung ein. In der Tabelle verbessern sich die Forchheimer ebenfalls auf Rang sechs unter den 15 Teams. Schon am Samstag geht es mit einem Mannschaftswettkampf im schwäbischen Lauingen weiter.